Isi Glück hat in einem Instagram-Reel über einen Übergriff gesprochen, der ihr nach eigener Darstellung kurz vor einem Auftritt passiert ist. Ein Mann aus einer Vorband habe ihr backstage in den Po gekniffen. „Das war volle, volle Absicht.“
Bis dahin hatte sie die Szene gegen genau solche Vorwürfe verteidigt. Wenn sie gefragt wurde, ob Gäste distanzlos oder übergriffig werden, konnte sie das verneinen. Auf dem Weg zu ihren Auftritten begleitet sie normalerweise Security.
Seit diesem Abend kann sie die Frage nicht mehr so beantworten.
„Raus hier! Absolutes No-Go“
Die Vorband wollte vor dem Auftritt ein Foto mit ihr machen. Schon beim Betreten des Backstage-Bereichs habe der Mann sie „süße Maus“ genannt, erzählt Isi Glück. Nach dem Foto kam eine Umarmung zum Abschied.
Dann habe er zugegriffen. „Und dann hat der mit voller Wucht mir in den Arsch gekniffen.“ Betrunken sei er nach ihrer Einschätzung nicht einmal gewesen.
Sie schubste ihn weg und schickte ihn raus: „Raus hier! Absolutes No-Go.“
Danach wurde ihre Reaktion zum Thema
Was sie fast noch mehr mitgenommen hat, kam danach. Der Mann habe die Sache heruntergespielt, sinngemäß nach dem Muster, heute dürfe man ja gar nichts mehr. Und sie habe das Gefühl gehabt, dass die Umstehenden ausgerechnet sie schief ansahen, weil sie laut geworden war.
„Ich hab mich so kacke gefühlt“, sagt Isi Glück. Sie sei perplex gewesen, gleich darauf musste sie auf die Bühne. Danach wollte sie nur noch weg.
Eine Anzeige hat sie bisher nicht gestellt. „Eigentlich hätte ich es anzeigen müssen. Eigentlich muss ich es immer noch anzeigen.“
Ihrem Mann geht es ähnlich
Im Reel spricht sie auch über ihren Mann Carlos. Von ihm höre sie, dass ältere Frauen bei gemeinsamen Fotos ebenfalls distanzlos würden, zu tief griffen oder ihn kniffen.
Ein gemeinsames Foto, sagt Isi Glück, ist keine Erlaubnis. Weder bei ihr noch bei ihm.
Was rechtlich gilt
Wer einen anderen Menschen in sexuell bestimmter Weise körperlich berührt und ihn damit belästigt, macht sich nach Paragraf 184i des Strafgesetzbuchs strafbar. Der Strafrahmen reicht bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe.
Wer sexualisierte Gewalt erlebt hat, findet anonym und kostenfrei Hilfe. Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ ist rund um die Uhr unter 116 016 erreichbar, das Hilfetelefon „Gewalt an Männern“ unter 0800 123 99 00.
KI-gestützt erstellt. Quelle: Instagram Isi Glück