Mia Julia hat genug. In einem 13-seitigen Statement auf Instagram rechnet sie mit dem ab, was ihr nach eigenen Worten seit zehn Jahren in der Szene widerfährt. „Kein Tag länger gehe ich geduckt“, schreibt sie dazu. „Ich hol mir mein Leben zurück.“
Ausgelöst hat es ein Gespräch, in dem zwei Männer öffentlich über sie geredet haben. Einer davon habe eingeräumt, ihr Video nur kurz gesehen zu haben. „Woher nimmst du dann deine Meinung, wenn du nicht weißt, wovon ich genau gesprochen habe?“
Zehn Jahre geschwiegen
Der Post reicht weit über diesen Anlass hinaus. Mia Julia beschreibt Anschuldigungen über Monate, einen Adventskalender voller Anspielungen gegen sie, Gerüchte, die über Dritte weitergetragen wurden, ohne dass je jemand mit ihr selbst gesprochen hätte. „Ist wie Flüsterpost, am Ende kommt halt Müll raus.“
Konkret weist sie mehrere Vorwürfe zurück: Sie habe nie Songs anderer Künstler verbieten lassen, nie Auftritte boykottiert, nie gesagt, wenn die kommt, komme ich nicht. „Wir können gerne den besagten Veranstalter fragen.“
Namen nennt sie keine. Sie spricht von zwei Männern, dazu von einem dritten, den sie als engen Vertrauten, Manager und selbsternannten Experten der Szene beschreibt. In der Bubble dürfte klar sein, wer gemeint ist.
„Ich habe zehn lange Jahre geschwiegen“
Was den Post so ungewöhnlich macht, ist die Offenheit. Mia Julia schreibt, dass sie mit Depressionen lebt, und sie beschreibt Phasen, in denen sie nicht mehr weitermachen wollte. „Ich habe mich für das Leben entschieden, nicht nur einmal.“
Getragen hätten sie ihr Mann, enge Freunde und ihre Fans. Über die schreibt sie: „Ihr seid wie mein Akku-Ladegerät, ihr füllt mich, wenn ich denke, ich kann nicht mehr.“
Auch ihren Mann nimmt sie in Schutz. Sie habe ihn im vergangenen Jahr fast zerbrechen sehen. „In 20 Jahren habe ich ihn nicht so erlebt.“
„Ihr bekommt mich nicht kaputt“
Am Ende steht eine Ansage. Sie habe keine Angst mehr, sie werde sich keinen weiteren Pfeil aus dem Rücken ziehen, sie halte ihre Wange nicht länger hin.
Und sie erinnert daran, was sie in der Szene aufgebaut hat. Selbst wenn sie nie wieder auf einer Bühne stünde, schreibt sie, bleibe: „Ein komplettes Genre verändern mit dem Original Mallorcastyle.“
Zum Schluss erzählt sie von einem Zettel, den ihr in der siebten Klasse ihr Religionslehrer gab, mit einem Labyrinth darauf und einem Satz: Der Grund zu leben ist der, den man ihm gibt. „Dieses gelbe Zettelchen ließ mich nie los, und heute verstehe ich es.“
Wenn es dir selbst schlecht geht: Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr kostenlos erreichbar unter 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222.
KI-gestützt erstellt. Quelle: Instagram Mia Julia