Künstlersteckbrief
Jürgen Kadel ist auf einem Bauernhof in Wölfersheim-Södel aufgewachsen, wo seine Oma Besucher noch am Küchenfenster anmelden musste, weil es keine Klingel gab. Dass dieser Bauernsohn mal die Bierkönig-Bühne rocken würde, war alles andere als vorgezeichnet – es war, wie er selbst sagt, das Ergebnis von „Zufällen und glücklichen Entscheidungen“. Mit 15 hatte er sich bereits ein kleines Tonstudio eingerichtet, finanzierte sein BWL-Studium in Gießen mit Techno-Beats und tourte mit seinem Projekt „Hacienda“ durch die Türkei und Indien, bevor Mallorca überhaupt auf dem Plan stand.
2017 schlug „Hallo Helmut“ ein wie eine Bombe. Der Song, in dem Kadel die Floskeln der senegalesischen Strandverkäufer vertont – „Senegal, illegal, scheißegal, Wuppertal“ – wurde zu einem der meistgesungenen Hits der Playa. Witz, Ironie und Doppelbödigkeit sind seine Grundzutaten, und das merkt man bei jedem seiner Auftritte. Sein Hit „Delfin“ entstand übrigens bei einem Songwriter-Camp, bei dem er fünf zufällig gezogene Begriffe zu einem Refrain verarbeiten musste: Delfin, Pferd, Bauchtasche, Suppe und Schluckspecht. Das Ergebnis hat Millionen begeistert.
Wer HONK! auf der Bühne erlebt, versteht sofort warum er sich seinen Künstlernamen selbst gegeben hat – als jemand, der sich nicht zu ernst nimmt. Er reißt die Hütte ab, ohne dabei die Bodenhaftung zu verlieren. Zuhause lebt er mit seiner Partnerin und zwei Hunden in einem kleinen Provinznest, das er „Honkhausen“ nennt, malt Hunde und Pferde in Pop-Art-Acryl und mäht seinen Rasen. Und dann steht er wieder auf der Bühne und 30.000 Menschen singen „Geil, geiler, Anna-Lena“ – das, sagt Kadel, kann ihm keiner mehr nehmen.
| Aktiv seit | 2017 |
| Genre | Partyschlager |
| Größte Hits | Delfin, Hallo Helmut, Anna-Lena |
| Location Mallorca | Bierkönig |
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