Künstlersteckbrief
Matthias Distel aus Limburg an der Lahn hat von 1993 bis 2006 als Frontmann verschiedener Rockbands gespielt, danach Kinderhörspiele geschrieben und nebenbei einen Gartenbaubetrieb aufgebaut – der übrigens bis heute läuft. Dass er irgendwann mit schwarzer Perücke, Trainingsanzug und erhobenem Mittelfinger auf der Bierkönig-Bühne stehen würde, war in dieser Vita nicht unbedingt vorgezeichnet. Doch 2009 erschuf er sich mit Ikke Hüftgold ein Alter Ego, das er selbst als Satirefigur bezeichnet – und landete mit seiner ersten Single „Saufen ist Scheiße, doch wir machen’s trotzdem“ direkt im Bierkönig. Dort wurde er zur Kultfigur. Drei Auftritte pro Woche, über 150 Auftritte im Jahr – er war zeitweise einer der meistgebuchten deutschen Künstler auf der gesamten Insel.
2016 ließ er aus Protest gegen ein Strandalkoholverbot 4.000 Dosen Freibier verteilen, was in einer Dosenbierschlacht endete und ihm ein Auftrittsverbot im Bierkönig einbrachte. 2025 kehrte er zurück. Hinter der Bühne ist Distel einer der einflussreichsten Produzenten der Szene. Sein eigenes Album „Nummer eins“ erreichte 2023 als erstes Partyschlager-Album überhaupt Platz eins der deutschen Albumcharts.
Ikke Hüftgold ist nicht einfach ein Ballermann-Act. Er ist Produzent, Labelchef, Satiriker und Provokateur in einer Person – und einer, der klare Haltung zeigt, wenn es darauf ankommt. Als ein Konzertveranstalter gleichzeitig Michael Wendler buchte, sagte er seine Show ab und begründete das öffentlich. Der Mittelfinger beim Betreten der Bühne ist sein Markenzeichen – und das Publikum erwidert ihn jedes Mal. Das sagt eigentlich alles.
| Aktiv seit | 2009 |
| Genre | Partyschlager |
| Größte Hits | Dicke Titten Kartoffelsalat, Bumsbar, Ich schwanke noch |
| Location Mallorca | Bierkönig |
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